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strecke benutzt werden soll, nachdem durch ein zweites, mit möglichst geringem Ansteigen zu treibendes Ort, die verlorene Teufe eingebracht sein wird. Hiernächst schritt man zur Abteufung eines Hauptförderschachtes, und setzte denselben nach bewirktem Durchschlage mit der erwähnten Sumpfstrecke durch eine steigende flache Strecke mit dem Stolln in Verbindung. Aus letzterer Strecke werden nun die Förderstrecken in Abständen von je 20 Lachtern streichend aufgehauen. Eine dem Schachte südlich vorliegende Specialmulde setzt indessen der Ausführung dieses Betriebsplanes einige Schwierigkeiten entgegen; man beabsichtigt daher, zunächst nur das nördliche Schachtfeld vorzurichten.

C. Auf der Grube bei Pretzsch erfolgt die Auskohlung des 1 Lachter mächtigen Flötzes bei 3 Lachtern Mächtigkeit des Deckgebirges durch Tagebau, der sich jedoch stark seinem Ende nähert. Der Bau, welcher im vorigen Jahre, mit der ganzen Feldesbreite von Westen nach Osten vorschreitend, sich bis auf ungefähr 30 Lachter Entfernung der vorliegenden, als östliche Gränze angenommenen Kohlenstrosse genähert hatte, ist jetzt zur Gewinnung des letzten Pfeilers in nördlicher Richtung gewendet worden.

d. Die Grube bei Mertendorf wird zur Zeit noch durch Tagebau betrieben, welcher in der östlichen Hälfte des Grubenfeldes regelmässig von Norden gegen Süden vorrückt.

e. Die Grube bei Voigtstedt wird im Havelsberger Revier nur durch unterirdischen Abbau, im Kuhlöcher Revier daneben aber auch durch Tagebau betrieben. Aus letzterem wurde nur das geringe Quantum von 1642 Tonnen entnommen, während 220248 Tonnen durch unterirdischen Abbau gewonnen worden sind. Durch ausgedehnte und möglichst schwunghaft betriebene Bohrarbeiten ist das ganze, auf dem rechten Ufer der kleinen Helme von der Ederslebener Gränze ab bis zur Artern-Querfurter Chaussée vorhandene, freie Feld auf Kohlen untersucht und in Folge dessen Muthung auf drei neue Kohlenfelder eingelegt, wodurch, unter Berücksichtigung der in dem neu erworbenen Felde,,Dreissig Acker" erhaltenen Aufschlüsse, der Bedarf der Saline Artern gegenwärtig auf 115-120 Jahre gedeckt erscheint.

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Der Haldenwerth entspricht den Selbstkosten, für welche die Kohlen an die Salinen abgegeben werden.

B. Gewerkschaftliche Bergwerke.

Die Zahl der gewerkschaftlichen Braunkohlengruben betrug am Schluss des Jahres 67, und unter Hinzurechnung der ausserdem auch auf Alaunerze verliehenen Grube Neuglück bei Bornstedt 68. Gegen das Vorjahr hat sich dieselbe um 10 vermehrt, indem im Saalkreise 9 Muthungsfelder, im Mansfelder Seekreise 1 Muthungsfeld zur Verleihung kamen. Von den 68 Gruben standen 45 im Betrieb, während 15 in Fristen lagen und 8, ohne gefristet zu sein, unbelegt blieben. Zu letzteren gehört der grössere Theil der neu verliehenen Werke, welche noch mit den Vorbereitungen zum nachhaltigen Angriff der Grubenfelder, Beschaffung von Maschinen, Betriebsmaterialien u. s. w. beschäftigt sind. Unter den belegten Gruben

beschränkte sich bei dreien der Betrieb auf Aus- und Vorrichtungsarbeiten; die übrigen 42 standen in Förderung und lieferten bei einer Belegung von 1136 Mann im Ganzen 2,490618 Tonnen Braunkohlen im Geldwerthe von 334771 Thlrn.

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Die übrigen Werke blieben mit ihrer Gewinnung unter 100000 Tonnen; 7 Gruben überschritten das Quantum von 50000 Tonnen, was im Vorjahr nur bei 5 der Fall war. Im Durchschnitt berechnet sich auf jede der in Förderung gestandenen Gruben ein Quantum von 59300 Tonnen. 23 Gruben wurden durch unterirdischen Abbau und 14 durch Tagebau betrieben; auf 5 Gruben fanden beide Abbauarten Anwendung.

Der Bergbau wurde durch 23 Maschinen unterstützt, von denen 17 zur Wasserhaltung und 6 zur Förderung dienten.

Unter den 3 Kreisen, in welchen gewerkschaftlicher Braunkohlenbergbau umging, hatte der Saalkreis mit 1,422824 Tonnen die stärkste Production; fast um geringer war diese im Mansfelder Seekreise, wo 1,011943 Tonnen gefördert wurden, während im Sangerhäuser Kreise, abgesehen von der sehr beträchtlichen Förderung auf den Privatwerken, nur 55851 Tonnen auf der einzigen, in diesem Kreise befindlichen gewerkschaftlichen Braunkohlengrube Neuglück bei Bornstedt gewonnen wurden.

Die bedeutendste Grube des Bezirks, Neuglücker Verein bei Nietleben, deren Absatz seit einigen Jahren im Sinken begriffen gewesen ist, hat zur Hebung desselben eine Pferde-Eisenbahn angelegt, welche die Grube mit der Saale verbindet. - Auf der Grube Christoph Friedrich bei Mötzlich, wo es bereits im Vorjahre gelungen war, einen Schacht durch schwimmendes Gebirge unter den schwierigsten Verhältnissen, mittels Senkmauerung bis auf das Flötz niederzubringen, hat man den Bau dennoch einstellen müssen, da man nicht im Stande war, in der schwimmend gewordenen erdigen Kohle aufzufahren.

Aus der nachstehenden Tabelle ersieht man, dass, obwohl sich die Zahl der Arbeiter gegen das Vorjahr um über 100 Mann vermindert hat, dennoch eine ansehnliche Mehrförderung statt gefunden hat, und sich in Folge hiervon die jährliche Leistung pro Kopf der Belegung um 368 Tonnen höher herausstellt. Der Grund dieses günstigen Leistungseffects ist einmal und zwar hauptsächlich darin zu suchen, dass auf mehreren Gruben der Tagebau theils wegen der Höhe des Deckgebirges, theils aus anderen Gründen ganz aufgegeben worden ist und der Betrieb mit namhafter Ersparung von Arbeitskräften nur noch unterirdisch geführt wird, demnächst aber auch in der fortschreitenden Verbesserung der Förderungsmethoden.

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C. Privat-Braunkohlenbergbau.

Von den 199 Privat-Braunkohlengruben in den ehemaligen kursächsischen Landestheilen standen mit Hinzurechnung von 4 Versuchbauen 145 im Betriebe und 139 mit Hinzurechnung von 2 Versuchbauen in Kohlenförderung.

Die 12 Kreise, in welchen Privat-Braunkohlenbergbau umging, ordnen sich nach dem Productionsquantum in folgender Weise:

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Die unbedeutende Förderung im letzteren Kreise, welcher in diesem Jahre zum ersten Male mit aufzuführen ist, rührt von einem Versuchbaue her. Nur auf 8 Gruben stieg die Förderung über 100000 Tonnen. Die stärkste Förderung von 284210 Tonnen hatte das der Mansfelder Gewerkschaft gehörige Werk bei Riestedt-Emseloh.

Bezüglich der Betriebsweise zerfallen die belegt gewesenen 145 Gruben in 111 unterirdische Gruben, 26 Tagebaue und 8 Gruben, bei welchen die anzuwendende Baumethode erst nach den ferneren Aufschlüssen definitiv bestimmt werden wird. Braunkohlenflötze, welche über 24 Lachter mächtig sind, werden bei der unterirdischen Gewinnung nur mittels Doppelbaues verhauen, und wo es die Flötzmächtigkeit und die sonstigen Verhältnisse erfordern, findet auch dreifacher Bau statt. Die Mehrzahl sämmtlicher Gruben, nämlich 95, baute unter dem natürlichen Wasserspiegel; hiervon sind 15 durch Stolln und Röschen gelöst, bei 30 bewirkt man die Wasserhaltung durch Dampfmaschinen, bei 18 mittels Handpumpen und bei 32 mittels Wasserhaspel. Mit der zunehmenden Tiefe des Baues hat man sich auch im verflossenen Jahre wieder auf mehreren Gruben zur Aufstellung von Wasserhaltungsmaschinen genöthigt gesehen; zu diesen gehören das Riestedt-Emseloher Werk und die Grube Carl bei Holdenstedt im Kreise Sangerhausen, ferner einige von der Werschen-Weissenfelser Actien-Gesellschaft acquirirte Gruben bei Tornau und Domsen und die im Wittenberger Kreise bei Klein-Korgau belegene Grube No. 23. — An anderen Punkten, wo sich die örtliche Gelegenheit dazu günstig zeigte, ist man behufs der Wasserlösung zu Stollnanlagen geschritten. Zwei derartige Anlagen der oben genannten Actiengesellschaft, nämlich für die Gruben bei Köpsen und Wählitz, und für den Werschener Grubenverband, sind hier besonders zu erwähnen. Der schon im vorigen Jahre begonnene Runthaler Stolln ist unter schwierigen Verhältnissen 142 Lachter erlängt und in elliptische Backsteinmauerung gesetzt worden. Eine Uebersicht der anderweiten Verhältnisse dieses Bergbaues ergibt nachstehende Tabelle:

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Diese im Vergleich zum Vorjahr wesentlich verbesserten Betriebsresultate sind wohl hauptsächlich eine Folge des Uebergangs mehrerer, früher nur zeitweise von den Grundeigenthümern betriebenen Kohlenfelder in den Besitz von Bergbaugesellschaften und des durch dieselben eingeführten regelmässigeren Betriebes.

Im Ganzen förderte der Bergamtsbezirk Eisleben 7,081396 Tonnen Braunkohlen und 465206 Tonnen mehr, als im Vorjahre. Der Werth dieser Förderung beträgt 99950 Thlr. mehr, als im Jahre 1855, und überhaupt 850939 Thlr. Für eine Tonne berechnet sich hiernach der mittlere Werth zu 3 Sgr. 7,2 Pf. und gegen das Vorjahr um 2,3 Pf. höher. Beschäftigt waren 3945 Arbeiter.

6. Bergamtsbezirk Ibbenbüren.
Gewerkschaftliche Bergwerke.

Die einzige Braunkohlengrube des Bezirks, Nachtigall, unterhalb Höxter bei Albaxen an der Weser gelegen, welche auf einem 36 Zoll mächtigen Flötze baut, ist im Jahre 1856 wieder in Betrieb gesetzt. Beim Auffahren eines Stollns hat man 78 Tonnen Braunkohlen mit einem Geldwerth von 16 Thlrn. gefördert.

Da bei Höxter die Holzpreise noch nicht sehr hoch stehen, so benutzt man die Braunkohlen wenig zum Stubenbrande; der Besitzer beabsichtigt, dieselben beim Ziegel- und Kalkbrennen zu verwenden.

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Bergbau auf Braunkohlen wurde in den Revieren Unkel, Rensberg, Heller und Burbach auf 21 Gruben mit 376 Arbeitern betrieben, während ausserdem noch 14 Gruben im Fristen lagen. Die Förderung betrug 362769 Tonnen mit einem Geldwerth von 28304 Thalern.

Wie früher, so leistete auch im Jahre 1856 der Fiscus einen Zuschuss zu den Betriebskosten des bis zu einer Länge von 227 Ltrn. im festen Basalt aufgefahrenen Stollns in dem Muthungsfelde Concordia im Reviere Burbach; doch gelang es noch nicht, das vorliegende in oberer Teufe bekannte Flötz zu erreichen. Auf der einzigen Grube des Revieres Heller, Adolphs burg, nahm die Förderung wegen unzureichender Vorrichtungsarbeiten etwas ab, wogegen in den Revieren Unkel und Bensberg eine Vermehrung der Gewinnung in Folge stärkeren Verbrauchs stattfand. Die Grube Bleibtreu im Revier Unkel hatte die höchste Förderung von 165390 Tonnen Braunkohlen, daneben auch noch eine nicht unbedeutende Gewinnung von sehr reichhaltigen Sphärosiderit.

Die Blätterkohlengruben des Reviers Unkel, insbesondere die Grube Johanna Fundgrube, waren in ziemlich schwunghaftem Betriebe und werden noch mehr in Aufnahme kommen, wenn der in Ausführung begriffene Versuch, aus der Blätterkohle Leuchtgas darzustellen, gelingt.

Die bei Vingst und Kalk im Reviere Bensberg gemachten Bohrversuche haben ergeben, dass in circa 100 Fuss Teufe ein Braunkohlenlager von 16 bis 18 Fuss Mächtigkeit vorkommt. Um dieses Flötz in Gewinnung zu nehmen, ist auf der Grube Neu-Deutz bei Kalk das Abteufen eines wasserdichten Schachtes und die Aufstellung einer Dampfmaschine begonnen worden.

Wie bisher, war die Hauptverwendung der Braunkohle im Revier Unkel zur Alaundarstellung, im Revier Bensberg zum Kalkbrennen und Hausbrande und im Revier Heller zu häuslichen Zwecken und zum Maschinenbrande.

Die Förderung hat gegen das Jahr 1855 um 34435 Tonnen und der Werth um 4525 Thlr. zugenommen. Der Werth von 1 Tonne Braunkohlen betrug 2 Sgr. 4,0s Pf. und 2,01 Pf. mehr, als im Vorjahre. Die Leistungen eines Mannes belaufen sich auf 965 Tonnen oder 199 Tonnen mehr, als im Vorjahre.

B. Standesherrliche Gebiete.

In dem Fürstenthume Wied sind auf zwei Gruben 15249 Tonnen Braunkohlen im Werthe von 3020 Thlrn. durch 33 Arbeiter gefördert worden. Bei weitem der grösste Theil dieser Förderung wird auf dem Alaunwerke Kreuzkirche benutzt, während die Förderung von Blätterkohlen für die Mineralölfabrik zu Dierdorf nur unbedeutend gewesen ist.

Die Förderung hat gegen das Jahr 1855 um 4986 Tonnen, und der Werth um 364 Thaler zu

genommen.

8. Bergamtsbezirk Düren.
Gewerkschaftliche Bergwerke.

Von den 88 Braunkohlen-Bergwerken des Bergamtsbezirks waren 50 im Betriebe, und zwar im Brühler Revier 47, im Inde-Revier 1 und im Maiener Revier 2. Die Arbeiterzahl, die Förderung und deren Werth betrugen

im Jahre 1856: 839 Arbeiter, 911918 Tonnen und 107493 Thaler

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also im Jahre 1856 mehr: 39 Arbeiter, 102216 Tonnen und 8245 Thaler. Die mittlere Leistung eines Arbeiters berechnet sich hiernach zu 1087 Tonnen und der auf jeden Arbeiter fallende Productenwerth zu 128 Thalern. Beide Ziffern sind gering, aber doch etwas höher, als im Vorjahre, und würden vergrössert werden können, wenn es gelänge, die Production der einzelnen Gruben, welche jetzt im Durchschnitt auf jeder nicht mehr als 18238 Tonnen betragen hat, zu steigern. Noch ist zu bemerken, dass eine der Braunkohlengruben des Brühler Reviers (Friesdorf) neben ihrer nicht bedeutenden Kohlenförderung auch 21837 Tonnen Alaunerz geliefert hat. Die hierbei beschäftigten Arbeiter sind in der obigen Zahl nicht inbegriffen. Zwei andere dieser Gruben lieferten als Nebenproduct für 387 Thaler Thon.

Während der Sommermonate wurden gegen 150 Weiber und Kinder zwischen 12 und 14 Jahren, den Arbeiterfamilien angehörig, beim Kohlenformen unter Aufsicht und im Gedinge der Männer beschäftigt. Diese Personen sind in der obigen Arbeiterzahl nicht mit enthalten.

Der Braunkohlen-Bergbau des Inde- und des Maiener Reviers ist nicht bedeutend, derjenige des Brühler Reviers ist es, wenn auch nicht durch die Wichtigkeit der einzelnen Werke, so doch durch die namhafte Kohlenförderung und durch die Arbeiterzahl, die sie ernähren. Der Betriebsart nach zerfallen diese Gruben in Abraumsbaue, regelmässige unterirdische Pfeilerbaue und unterirdische Bruchbaue. Die letzteren sind die am schlechtesten betriebenen und zugleich diejenigen, welche den grössten Abbauverlust erleiden. Bruchbau wird aber auch nur noch in jenen kleinen Grubenfeldern geführt, welche auf Grund alten Besitzes im Wege der Regularisation in Concession gegeben worden sind, und wo die Lagerungsverhältnisse und die Feldesausdehnung eine andere Baumethode nicht zulassen.

Von den mit Tagebau betriebenen Werken sind: Katharinenberg mit 80 Arbeitern und 110184 Tonnen Production auf 4 verschiedenen, getrennten Gewinnungspunkten, Florentine mit 53 Arbeitern und 68321 Tonnen Production, Hubertus mit 32 Arbeitern und 68930 Tonnen Production und Concordia mit 70 Arbeitern und 81861 Tonnen Production die wichtigsten; alle übrigen förderten unter 50000 Tonnen. Die Bergwerke Clarenberg mit 25 Arbeitern und 36024 Tonnen Production und Gottes hülfe mit 18 Arbeitern und 18654 Tonnen Production verdienen der guten Einrichtung ihres Betriebs wegen eine rühmende Erwähnung. Die Tagebaue sind meistens durch Stolln gelöst, welche in der Nähe angesetzt sind und die Wasser abführen. Das Niveau der Abfuhrwege und Formplätze liegt über den Stollnsohlen und der unter diesem Niveau befindliche Theil des Flötzes wird durch die Herstellung offener Gruben abgebaut, die man nachher mit Abraumsgebirge zufüllt. Die in diesen Gruben gewonnenen Kohlen werden mittels Haspels heraufgefördert. Die über dem genannten Niveau anstehende Strosse wird

Statistik V. 2.

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