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Vorerinnerungen

zur dritten und vierten Ausgabe.

Ein an vielfachen und wichtigen Ereignissen so reiches Decennium, wie das nächst verflossene, während dessen sogar Staaten aus der Reihe der übrigen entweder ganz oder zum Theil verschwanden und dagegen neue entsprangen, hat auch leicht begreiflich starken Einflufs in die Lehrbücher der Statistik, hat eine Umarbeitung vieler ihrer Materien zur natürlichen Folge. Daher demnach auch die fast ganz veränderte Gestalt dieser neuen Ausgabe des meinigen *). Sie sollte schon im vorigen Jahre, nach Bekanntmachung des Hauptschlusses der Reichstagsdeputation, dieses höchst wichtigen Resultates des Friedens zu Luneville, ans Licht treten **). Aber die bey dessen Vollzug entstandenen Schwierigkeiten einer Seits, anderer Seits aber der noch fortwährende Mangel an Festigkeit in der Verfassung einiger Staaten aufser Teutschland, bewirkten Verzögerung derselben bis ins

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*) Dies gilt auch von gegenwärtiger vierten.

**) und die vierte nach dem Wiener Kongrefs oder weiter hin nach dem zweyten Pariser Frieden am 20sten November 1815.

jetzige Jahr. Zwar ereigneten sich auch im Laufe desselben hier und da neue Veränderungen, und selbst während des Abdrucks, der schon im April des jetzigen Jahres *) begann, mufsten, besonders in dem Hauptstück von Frankreich, Abschnitte, die schon ganz bearbeitet da standen, aufs neue umgearbeitet werden. Sollte man aber wohl solcher Veränderungen wegen den Druck des Buches noch länger verschieben? Hätte alsdann, wegen des steten politischen Drängens und Treibens in unsern Tagen, die neue Ausgabe nicht ganz unterbleiben müssen? und an welchen Leitfaden hätte man, bey eingerissenem Mangel an Exemplarien, die Vorlesungen über die Staatskunde knüpfen sollen? In den letzten Jahren musste ohnehin schon viel Zeit mit Diktiren verschwendet werden. Es mufste also doch endlich einmahl dem Zögern ein Ziel gesetzt werden. Einige kleine Veränderungen, die sich während des Drucks zutrugen, wird man in dem Verzeichniss der Druckfehler, Verbesserungen und Zusätze bemerkt finden; ich habe ihnen sogar die neueste richtigere Angabe der Gouvernemente des Russischen Reichs einverleibt. Aber ganz neue grofse Veränderungen, z. B. die Erhebung des Oestreichischen Staats zu einem Kaiserthum, und was damit verbunden ist, mufsten, wegen der damit verknüpften Inkonvenienzen, zurückbehalten werIn Hinsicht auf sie und auch auf andere nöthige Abänderungen hab' ich den Entschlufs ge

den.

*) u. der Abdruck der vierten im Januar 1817.

fafst, von Jahr zu Jahr, bis eine neue Ausgabe nöthig werden dürfte, Supplemente auf einem oder zwey Bogen nachzuliefern, worin sowohl die neuern statistischen Ereignisse und die von andern und mir bemerkten Verbesserungen, wie auch neue Quellen und Hülfsmittel zur Beförderung unsres Studiums, angezeigt werden sollen *).

Ganz neu sind in dieser Ausgabe die so eben angedeuteten Litterarnotizen. Gerne hätt' ich schon die beyden ersten Ausgaben damit ausgestattet; ich wurde sogar dazu aufgefodert; unterliefs es aber wegen der in den Vorerinnerungen zur zweyten geäufserten Bedenklichkeiten. Die stärkste entstand aus der Besorgnifs, das Buch möchte dadurch zu dickleibig, folglich zu theuer werden. Jetzt hoff' ich sie dadurch überwunden zu haben, dass ich kleinere, jedoch das Auge keinesweges beleidigende Lettern wählte und dadurch Raum zu jenen Notitzen gewann. Damit verband ich das Bestreben, strenge Auswahl unter ihnen zu treffen. In wie fern ich hierin glücklich gewesen seyn möge, überlafs' ich andern zu untersuchen. So viel sey mir nur hierüber zu erinnern erlaubt,, dafs ich nicht leicht ohne eine bestimmte Absicht wählte, dafs selbst einige dem Anscheine nach geringfügige Schriften und in periodischen Werken versteckte Aufsätze mit gutem Vorbedacht angeführt sind. Meine, von Kennern bey dem Studium der Statistik für unentbehrlich erklärte Litteratur dieser Wissenschaft ist *) Dies unterblieb auf Verlangen der damahligen Verlagshandlung.

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