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remplie, il ne me reste qu'à prier les personnes qui veulent bien s'intéresser au succès de cet ouvrage, et qui se trouveroient dans la position de pouvoir me fournir quelques suppléments, d'avoir la bonté de m'en donner comunication ou seulement de me les indiquer.

Les circonstances ne m'ayant point permis de surveiller l'impression, je n'ai pû que faiblement contribuer, en ajoutant des cartons, à diminuer le grand nombre de fautes qui se trouvent dans ce volume, et que j'ai du me borner à désigner à la fin de l'ouvrage.

Berlin, le 20 Avril 1824.

1.

Traité entre S. M. le Roi de Wurtemberg 1808 et S. A. R. le Grand-Duc de Bâde con- 31. Déo, cernant des ceffions et autres arrangemens territoriaux, figné à Stuttgardt, le 31 Décembre 1808.

(Badifches Regierungsblatt. Nr. IV. Febr. 1809.)

Seine

Deine Königliche Majestät von Würtemberg und Seine Königliche Hoheit der Grofsherzog von Baden, belebt von dem aufrichtigen Wunfche, die feit dem Prefsburger Frieden zwifchen beiden Höfen entflandene und durch die bisherigen Staatsverträge vom 17ten October und 13ten November 1806 und 16ten April 1807, unerledigt gebliebene Territorial- und andere Differenzien gütlich beyzulegen haben in diefer Abficht Unterhandlungen durch persönliche Conferenzen von Bevollmächtigten pflegen zu laffen beliebt, und hiezu

Seine Königliche Majestät von Würtemberg Ihren wirklichen Geheimen Rath, Ober- Regierungs- Präfidenten, Cammerherrn und Grofskreuz des Königlichen Civil - Verdienst - Ordens, Freiherrn von Reifchach und Ihren Geheimen Legations Rath Feuerbach,

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Seine Königliche Hoheit der Groseherzog von Baden, Ihren aufserordentlichen bevollmächtigten Ge fandten am Königlichen Hofe, Geheimen Rath, Freiherrn Baur von Heppenstein, als Bevollmächtigte ernannt, welche fodann nach Auswechslung ihrer Vollmachten, folgende Uebereinkunft abgefchloffen haben: Nouveau Recueil T. V

A

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I.

In Anfehung der beftehenden Territorial - Differenzien wird festgesetzt:

ART. I. Die Krone Würtemberg übt die volle
Souverainität ohne allen Wider- und Anspruch des
Grofsherzoglich Badifchen Hofes aus:

a. über die Herrschaft Stetten am kalten Markt.
b, über die Herrfchaft Mönchhof und Mainwangen,
mit Ausnahme der Höfe Alt- und Neu- Dorne-
berg und Gründelbuch; wobey zugleich König-
lich Würtembergifcher Seits die verbindliche Ver-
ficherung ertheilt wird, dafs, fo lange ein Mit-
glied des Grofsherzoglich Badenfchen Haufes eines
diefer ad a. und b. genannten Objecte im König.
reich Würtemberg befitzt, kein Subjections - Ver-
hältnifs auf daffelbe angewendet werden foll,
c. über das Spital Ueberlingenfche Amt Sernadingen
und feine Zugehörenden, nämlich den Weiler
Airach, die Höfe Riegelzweiler, Bühlhof, Weiher-
hof mit dem Bannwartshäuschen (worin auch die
Grofsherzoglich eigenthümlichen Befitzungen und
Gefälle mit Vorbehalt der Evalvation fogleich an die
Krone Würtemberg überlaffen werden) jedoch mit
Ausnahme der beiden Laubegger Höfe nebft ihrem
Bann und den dazu gehörigen Waldungen des
Ueberlinger Spitals, und foll bey den anzugehen-
den Purifications - Unterhandlungen auf eine für
beide Höfe convenable Grenz - Berichtigung Rück-
ficht genommen werden; dabey macht fich die
Krone Würtemberg verbindlich, den Ort und Ha-
fen von Sernadingen in Hinlicht auf die commer-
ziellen und Gewerb- Verhältniffe der Grofeherzog-
lich Badenfchen Stadt Ueberlingen in dem gegen-
wärtigen Zustand zu belaffen, und nichts dafelbft
anzulegen und anzuordnen, wodurch der jetzige
Zustand eine Aenderung erhalten könnte; in wel.
cher Hinsicht fich auf das von gemeinfchaftlichen
Commillarien über den ftatus quo aufgenommene
hier fub Nro. I. beygelegte Protokoll vom 29ten De-
cember 1808 mit der weiters ftipulirten Beftimmung
bezogen wird, dafs es bey den gegenwärtig befte
henden vier Schiffen und dem jährlichen Ausfuhr-

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Quantum von Sooo Säcken Früchten, jedoch in der 1808 Art fein Verbleiben haben foll, dafs dasjenige, was die Sernadinger Schiffer von diefem Quantum in einem Jahre nicht ausführen würden, ihnen in dem folgenden Jahre nicht angerechnet, fondern dessen Nach - Ausfuhr geftattet feyn foll; zu welchem Endzweck bey dem Königlichen Zollamt Stockach genaue Ausfuhr - Register geführt, und der Behörde in Ueberlingen jährlich nachbarlich werden mitgetheilt werden,

In Hinlicht der Zoll - Verhältniffe verbleibt es ganz in dem bisherigen Zustand, bis hierüber durch einen Commerzial- Tractat zwifchen beiden Staaten angemellene weitere Beftimmungen getroffen werden.

d. Ueber die beiden Höfe Neuhof und Grollhof bey Heilbronn.

ART. II. Eben fo übt das Grofsherzoglich Badenfche Haus die volle Souverainität ohne allen Wider- und Anfpruch des Königlich Würtembergischen Haufes aus:

a. Ueber die Herrfchaft Hilzingen ohne alle Ausnah-
me, und verbleibt auch der unter Artikel IV. be-
merkte Strafsen - District unter Badifcher Hoheit;
b. Ueber die Fürftenberg Heiligenberg- und Möfs-
kirchifchen Orte Sentenhart und Reute, und die
Petershaufeufchen Orte Sauldorf und Roth;

c. Ueber die Hohenhöwenfchen Orte Hohenftetten,
Ehingen und Ekartsbrunn nebft dem Hägelenshof;
d. Ueber die Herrschaft Blumenfeld;

e. Ueber die fämmtlichen Meynauifchen Orte;
f. Ueber das ganze Gebiet der ehemaligen Reichsstadt
Ueberlingen und insbefondere auch über die vor-
her zum Amt Sernadingen gehörige zwey Höfe
Laubegg, nebft Bann und den darin gelegenen Wal-
dungen des Ueberlingenfchen Spitals, jedoch mit
Ausnahme des ganzen übrigen Amts Sernadingen,
als worüber vermöge des Artikels I. Litt. c. Seiner
Königlichen Majeftät von Würtemberg die Hoheit
zufteht;

g. Ueber die vorher zur Herrschaft Mönchhöff gehö
rigen Höfe Alt- und Neu-Dornsberg und Grün-
delbuch;

1808 h. Ueber den Obergahlinger Hof und die dortige

Mühle am Schleifenbach, mit Einschluss der eini

gen Diefenhofer Bürgern zußtehenden Rebgüter im Gahlinger Bann.

ART III. Die beiden Höfe fehen wechfelfeitig. in fo fern durch den gegenwärtigen Staatsvertrag nichts befonders ftipulirt ist, alle jene Hoheits- Rechte und Aufprüche, als durch den Prefsburger Frieden und die Conföderations - Acte Artikel XXXIV, für erlofchen an, welche auf der einen Seite chedem von dem Kaiferlich Königlichen Haufe Oefterreich, als vormahligem Befitzer der Landgraffchaft Nellenburg, Graffchaft Ober- und Nieder- Hohenberg, und der Landvogtey Schwaben, und nach dem Prefsburger Frieden von der Krone Würtemberg aus dem Oefterreichischen Befitze, oder aus fonft irgend einem Rechts - Titel, folcher habe Namen wie er wolle, über die Infel Maynau und Reichenau, über das Obervogteyamt Reichenau, das Amt Bohlingen und die Herrfchaft Oehningen und Rielafingen, über die ganze Fürftenbergische Herrschaft Hohenhöwen, und über die Maynauifchen Orte Wallhaufen und Dingelsdorf, über Urnan auf beiden Seiten der Aach, über Adelsreuthe und Depfenhart, 'oder über fonft einzelne Orte der Grossherzoglich Badenfchen Staaten; und auf der andern Seite wegen der unter Grofeherzoglich Badenfcher Souverainitat stehenden Fürstenbergifchen Landgraffchaft Baar und Graffchaft Heiligenberg, über die Königlich Würtembergifchen Orte Oeffingen, Sunthaufen Würtembergischen Antheils, Biefingen. Schwenningen, Thuningen, Obertrollingen, Schara, Kirnach, Mühlhaufen, und refpective einen Theil der Landvogtey Schwaben, namentlich den Ort Zusdorf, oder über sonst einzelne Orte des Königreichs Würtemberg ausgeübt oder angesprochen worden find. Wobey es fich übrigens von selbst versteht, dafs die im Würtembergischen Befitze befindlichen Waldungen von Depfenhart und Adelsrenthe nicht unter obiger Entfagung auf die Hoheit über diese Orte begriffen find, da folche als ein Theil des in den Königlichen Staaten befindlichen Epaven - Capitals nach der HauptAbtheilung II. definitiv an die Krone Würtemberg übergehen; unbefchadet jedoch der Privatrechie,

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